”Ein Milliarden-Investment in den deutschen Schienenverkehr”

  • ​Hinter dem ambitionierten Großprojekt steht ein gewaltiges finanzielles und organisatorisches Fundament.
  • Insgesamt investiert die Muttergesellschaft Italo Holding rund 3,6 Milliarden Euro in ihren Markteinstieg in Deutschland.
  • Dieser Betrag fließt nicht nur in das Rollmaterial, sondern deckt auch den Aufbau der IT-Infrastruktur, Investitionen in Bahnhofs-Präsenzen sowie die Rekrutierung und Ausbildung des Personals ab.

”Die operative Abwicklung vor Ort übernimmt die eigens gegründete deutsche Tochtergesellschaft Atrium SE, die als eigenständiges Unternehmen unter deutscher Führung agiert, um den Besonderheiten des heimischen Marktes gerecht zu werden”

  • ​Prägende Figuren hinter diesem Großangriff sind der Chairman und Mitgründer der Italo Holding, der ehemalige Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo, sowie CEO Gian Battista La Rocca.

“Die Liberalisierung”

  • Mein Name ist Jakob Diener, ich bin freiberuflicher Journalist aus Nordrhein-Westfalen.

“Der Verkehrsmarkt”

  • Beide sehen in der Liberalisierung des deutschen Eisenbahn-Marktes den entscheidenden Schritt zu einem einheitlichen europäischen Verkehrsmarkt, bei dem die Bedürfnisse der Passagiere im Mittelpunkt stehen.
  • Durch das Vorhaben entstehen in Deutschland schätzungsweise 2.500 direkte und indirekte Arbeitsplätze im Betrieb, im Service und bei Partnerunternehmen.

“​Zwei Haupt-Korridore verbinden 18 Großstädte”

  • ​Das Streckennetz von Italo erstreckt sich in der ersten Ausbauphase über ein rund 1.300 Kilometer langes Netz und verbindet insgesamt 18 Städte im Bundesgebiet.

”Geplant sind zwischen 50 und 56 tägliche Verbindungen auf zwei stark frequentierten Hauptkorridoren”

  • Der West-Korridor verbindet die Metropolen München, Stuttgart, Frankfurt am Main, Köln und Dortmund in einem verlässlichen Stundentakt.
  • Auf dem Nord-Süd-Korridor rollen die Züge im Zwei-Stunden-Takt zwischen München, Berlin und Hamburg.
  • Damit deckt das Unternehmen genau jene Relationen ab, auf denen die Nachfrage nach schnellen Schienenverbindungen traditionell am höchsten ist.

“​Zugflotte Made in Germany mit modernster Technik”

  • ​Bei den Fahrzeugen setzt Italo auf bewährte deutsche Ingenieurskunst.
  • Für rund drei Milliarden Euro bestellte das Unternehmen bei Siemens Mobility 26 Hochgeschwindigkeitszüge des Typs Velaro Multi-System, ergänzt um eine Option auf 14 weitere Einheiten.
  • Diese Züge basieren auf derselben Plattform wie die ICE-Flotte der Deutschen Bahn und erreichen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 320 Kilometern pro Stunde.

”Die Fertigung der blau lackierten Züge erfolgt im Siemens-Werk in Krefeld, was für erhebliche regionale Wertschöpfung sorgt”

  • Ein auf 30 Jahre angelegter Instandhaltungsvertrag stellt zudem sicher, dass die Flotte im Siemens-Depot in Dortmund kontinuierlich gewartet wird.
  • ​Im Innenraum bietet jeder der achtteiligen Züge Platz für rund 440 bis 450 Passagiere, aufgeteilt auf drei verschiedene Reiseklassen von Smart bis Club Executive.
  • Neben hochwertigen Ledersitzen ist in allen Preisklassen ein reservierter Sitzplatz bereits im Ticketpreis enthalten.
  • Ein Bordrestaurant serviert eine Mischung aus deutscher und italienischer Küche.

“Technisch setzt Italo Maßstäbe”

  • Dank integrierter Starlink-Satellitenantennen steht allen Reisenden auch bei hohem Tempo eine stabile und schnelle WLAN-Verbindung zur Verfügung.

“Preisdruck und bessere Servicequalität”

  • ​Welche Dynamik ein solcher Markteintritt auslösen kann, zeigt der Heimatmarkt des Anbieters.
  • In Italien führte das Duell zwischen dem staatlichen Anbieter Trenitalia und dem privaten Herausforderer Italo zu spürbaren Effekten für die Kunden:

”Die durchschnittlichen Fahrpreise sanken um etwa 40 Prozent, während die Fahrgastzahlen auf der Schiene innerhalb weniger Jahre drastisch anstiegen”

  • Einen vergleichbaren Impuls erhoffen sich Branchenexperten nun auch für Deutschland.
  • ​Die regulatorischen Weichen für diesen Wettbewerb stellt die Bundesnetzagentur, die den Trassenvergabe-Prozess überwacht und sicherstellt, dass dem privaten Betreiber von der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO die erforderlichen Fahrplan-Kapazitäten eingeräumt werden.
  • Mit dem Start im Jahr 2028 beginnt somit eine neue Ära für Bahnreisende in Deutschland, die von günstigeren Preisen, höherem Komfort und mehr Verlässlichkeit profitieren könnten.
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